So außergewöhnlich wie der Name, so ist auch der Inhalt des Gebäudes. Lange Jahre war es unbewohnt und abgesperrt in der Ortsmitte von Tannheim gestanden, unauffällig, von kaum jemandem wahrgenommen. Bis die Gemeinde Tannheim aufgrund eines Nachlasses beschloss, daraus einen Ort der Erinnerung zu machen. Der Erinnerung an das bäuerliche Leben, wie es vor gut 150 Jahren das Leben im Tal geprägt hat. Denn im Gegensatz zu vielen anderen Gebäuden hat dieser Hof die Jahrzehnte fast unberührt überstanden, seit es der Vater und die Tochter übernommen hatten. Keine Umbauten, keine Ausbauten, keine Modernisierungen. Die Kammern und Stuben, die Fenster und Türstöcke, die Täfelungen und Holzdecken, der Keller und der Stadel – alles noch so erhalten, wie es einst seinen Besitzern diente. Bis vor kurzem kannten nur wenige Experten den Wert dieses in weitem Umkreis einzigartigen Schatzkästleins, das als „historische Fundgrube“ und lebendes Museum nun wieder für alle zugänglich ist.
Außerdem haben im architektonisch sehr gelungenen Anbau ein Bauernladen mit vielen regionalen Produkten, Austellungsräume und das Büro des Landschaftsschutzgebietes Vilsalpsee Platz gefunden. Auch die Musikkapelle Tannheim hat für ihre Platzkonzerte eine neue Heimat bekommen.
- Bauernladen Öffnungszeiten: Di 15 - 18 Uhr, Fr 15 - 18 Uhr, Sa 9 - 12 Uhr
- Büro Schutzgebietsbetreuung Vilsalpsee jeden Mi vormittags geöffnet
- Kulturführung durchs Haus jeden Di 16 Uhr auf Anfrage (Tel. unter 05675/6272)